Spätsommer in der Stadt – Das Flair des Südens “chez nous”

Die letzten August-Tage haben uns noch einmal mit herrlichem Sonnenschein und richtig sommerlichen Temperaturen verwöhnt. Ich konnte glücklicherweise öfters früher Feierabend machen und die schönen Spätsommer-Nachmittage im Garten genießen. Mittlerweile ist es leider kühl und ungemütlich geworden und ich bin schon ein bisschen wehmütig, dass der Sommer jetzt doch so schnell vorbei gegangen ist.

Und obwohl unser letzter Provence-Aufenthalt eigentlich noch gar nicht so lange her ist, habe ich schon wieder große Sehnsucht und freue mich sehr darauf, dass wir im Herbst wieder in den Süden fahren.


Ich habe es mir auf meinem Lieblingsplatz im Garten gemütlich gemacht, einem mediterran angehauchten Sitzplatz umgeben von Oleander, Olive, Zitrone und Lavendel und habe endlich einmal Zeit, in dem schönen Buch “Voilà! – Das Flair des Südens” von Kerstin Hess  ausgiebig zu schmökern und vom Süden zu träumen ….

Schon das Titelbild erinnert mich an einen herrlichen Sommertag, als ich zusammen mit meinem rheinhessischen Garten Freundinnen den Garten des Chateau Val Joanis in der Provence besucht habe. Dort wurde gerade ein Fest vorbereitet und wir konnten uns gar nicht sattsehen an dem wunderschönen Ambiente.  Ich liebe die Provence, und diese Leichtigkeit, mit der – zumeist wahrscheinlich sogar ungewollt – wunderschöne Dekorationen entstehen.

Richtig schön fotografiert, kommt in diesem Buch all das vor, was die Herzen der Menschen, die nördlich von Valence leben und vom Süden träumen, höher schlagen lässt:
Alte, malerische Häuser, marktfrisches Obst und Gemüse, leckeres Essen und Szenen, die zum Träumen einladen …

Bei mir kommen beim Durchblättern des Buches ganz viele wunderschöne Erinnerungen hoch und ich kann mir gut vorstellen dass auch diejenigen, die noch nie selbst in der Provence waren, aber davon träumen , davon sehr angetan sind.
Ich persönlich verbinde mit diesem Buch und seinen Bildern, aber auch den Beschreibungen, die Provence, wie ich kenne und liebe. Tatsächlich aber ist die Autorin wohl ein klein wenig nördlicher unterwegs als wir, nämlich in den Cevennen, eine Region, die auch das Tor zur Provence genannt wird.
Ich denke, jeder, der den Süden Frankreichs mag, egal welche Region das auch ist, wird in diesem Buch genau den Platz, von dem er oder sie immer träumt, wiederfinden.

Beim Anblick der wunderschön fotografierten kulinarischen Köstlichkeiten läuft mir das Wasser im Mund zusammen . Und mir gefällt gut, dass auch viele leckere Rezepte dabei sind, denn so steht einem südfranzösischen Abend mit lieben Freunden auch hier im “hohen Norden” eigentlich nichts mehr im Wege.


Abgerundet wird das Buch durch Dekoideen zum Nachbasteln, wie z.b. Drahtvögel oder bedruckte Einladungskarten etc. Das ist mir persönlich schon wieder etwas zu viel des Guten, denn ich dekoriere am liebsten mit natürlichen Materialien und Lebensmittel, die dann auch aufgegessen werden können. Aber ich bin mir sicher, dass die bastelbegeisterten Leserinnen und Leser diese Anleitungen sehr mögen werden .


Mir gefällt das Buch “Voila!- das Flair des Südens” richtig gut, mich begeistern die schönen Fotos und die ausgewählten Motive sind genau das, was für mich den Reiz und das Flair des Südens ausmacht.

Ich bedanke mich herzlich beim Verlag Busse Collection für das Rezensionsexemplar!

Kerstin Hess
Verlag Busse Collection
ISBN 978-3-512-04079-5
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Mit diesem Beitrag nehme ich auch wieder teil an der schönen Blogparade #sonntagsglück bei soulsister meets friends.

Green Living Kitchen – Food-Fotografie-Workshop in einer Traumlocation

Ein wundervoller Tag, mit zauberhaften Menschen in einer Traumlocation: das konnte ich gestern beim Fotoworkshop “Green Living Kitchen” von Emilia und Syl erleben! Durch Zufall hatte ich vor ein paar Monaten von diesem Food-Fotografie-Workshop  gelesen, der in der sogar ganz in meiner Nähe stattfinden sollte. Und da ich wahnsinnig gerne Essen fotografiere und an diesem Wochenende auch noch keine anderen Termine hatte, habe ich mich angemeldet und ich bin so froh, dass ich das gemacht habe!

Emilia und Syl haben das einfach toll gemacht! Allein schon die Dekoration  der Scheune, in der ein Teil des Workshops stattfand! Soooo schön mit dem vielen marktfrischen Obst und Gemüse!

Auch die Themen waren einfach perfekt – toll vorbereitet, kompetent, interessant und sehr kurzweilig vermittelt – es war für jeden etwas dabei und es war ganz viel Zeit und Gelegenheit, Fragen zu stellen und Neues auszuprobieren.

Nach einer sehr interessanten Vorstellungsrunde und einem Vortrag von Emilia über Grundlagen der Fotografie und vielen Tipps ging es dann auch praktisch los:

In Emilias Gruppe beschäftigten wir uns mit dem Setaufbau und konnten dabei ausgiebig fotografieren und verschiedene Einstellungen ausprobieren.

Von Syl haben wir ganz viel zum Thema “Storytelling” gelernt: was man alles braucht und wie man herangeht, wenn man eine Fotostrecke fotografieren will.  Und auch hier hatten wir ganz viel Gelegenheit, unsere Fragen zu stellen und mit den tollen und leckeren Requisiten frisch vom Markt zu fotografieren.

Überhaupt – die Props! Emilia und Syl hatten einen großen Tisch mit den tollsten Requisiten aufgebaut, und wir konnten uns nach Herzenslust bedienen und damit schöne Settings gestalten.

Von der tollen und leckeren Deko habe ich ja bereits berichtet – und die durfte nach den Fotoshootings dann auch aufgegessen werden!  Dazu gab es noch total leckeres selbstgebackenes Brot und die allerbesten veganen Brotaufstriche (von denen wir von Syl glücklicherweise auch noch die Rezepte erhalten werden!)

Leider ging, wie immer, wenn etwas ganz besonders schön ist, die Zeit wieder viel zu schnell vorbei. Das tolle Ambiente bei Sabine und ihrem “Helden am Herd” hat noch zusätzlich dazu beigetragen, dass wir am liebsten gar nicht wieder wegfahren wollten!

Wir waren eine richtig tolle Gruppe aus 14 ganz unterschiedlichen Bloggerinnen bzw. Instagramerinnen und ich freue mich sehr, all diese interessanten Frauen kennen gelernt zu haben!

Ganz herzlichen Dank an Emilia, Syl und Sabine, sowie an alle anderen Teilnehmerinnen, für diesen wundervollen und inspirierenden Tag!
Viele weitere Fotos und Impressionen der anderen Teilnehmerinnen gibt es bei Instagram unter den hashtags #sylloves #greenlivingkitchen und #eudd

Diesen Beitrag verlinke ich auch gerne wieder bei der Blogparade  ‘sonntagsglück” von Soulsister meets friends.

Warum in die Ferne schweifen….? – Private Gartenparadiese in Wiesbaden

Im Rahmen von „Offenen Gärten“ sowie auf selbst organisierten Gartenreisen mit meinen Gartenfreundinnen hatte ich schon oft die Möglichkeit, wunderschöne Privatgärten und ihre Besitzer im In- und Ausland kennen zu lernen. Für mich sagt ein Garten ganz viel über seinen Besitzer aus, es ist, als könne man dort einen kleinen Einblick in dessen Seele erhaschen.

Besonders häufig bin ich in den rheinhessischen Gärten unterwegs: die dortigen GartenführerInnen haben schon seit Jahren ein wunderbares Programm mit Gartenmarkt, „offenen Gärten“, Workshops und weiteren Veranstaltungen für Gartenbegeisterte zusammengestellt. Und ich bedauere es immer wieder, dass es auf unserer Rheinseite kein annähernd ähnliches Programm gibt.
Zwar gibt es auch in Hessen auch eine „Offene Gartenpforte“, und es nehmen auch wunderschöne und beeindruckende daran Gärten teil, aber aus Wiesbaden und den angrenzenden Regionen Rheingau und Taunus sind immer nur ganz wenige, und immer die gleichen Gärten vertreten. Ich frage mich daher schon lange, ob es hier in meiner Heimatstadt Wiesbaden keine solche (geheimen) Gartenparadiese gibt?

So traf es sich gut, dass ich im Rahmen eines Interviews über meinen Blog und meinen Garten gefragt wurde, was ich mir gartenmäßig denn wünschen würde und ich habe meinen Wunsch, schöne Privatgärten in Wiesbaden kennen zu lernen, geäußert. Und einige Zeit nach der Veröffentlichung des Berichtes haben sich tatsächlich Wiesbadener Gartenbesitzer bei mir gemeldet, die mir gerne ihre Gartentore öffnen wollen.
Zwischenzeitlich hatte ich dann auch noch die Gelegenheit, den Garten einer Kollegin zu besuchen und habe durch Zufall weitere private Gärten hier in Wiesbaden kennen gelernt, die alle wunderschön und idyllisch sind, aber deren Existenz man von der Straße aus noch nicht einmal erahnen kann.

So ist die Idee zu einer kleinen Serie über Gartenparadiese in Wiesbaden entstanden – denn man muss wirklich nicht in die Ferne schweifen, um Gartenglück zu erleben.

In loser Folge werde ich hier auf dem Blog über diese Gärten berichten, und starte heute mit einem ganz besonderen

Reihenhausgarten in Mainz-Kostheim

(für Nicht-Wiesbadener: die rechtsrheinisch gelegenen ehemaligen Mainzer Stadtteile Mainz-Amöneburg, Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim (AKK) gehören als Folge der Aufteilung der Besatzungszonen nach dem 2. Weltkrieg verwaltungstechnisch zu Wiesbaden)

Der Garten von Monika und Wolfgang Chlumsky hatte beim Kauf des Hauses zunächst den “typischen Handtuch-Charakter eines Reihenhaus-Gartens: ein gerader Weg von der Terrassentür zur Gartentür, links ein Blumenbeet, rechts Koniferen und in der Mitte Rasen…”
Das wollten die beiden aufbrechen und legten als Verlängerung der Terrasse einen geschwungenen Weg an. Der dabei entstandene Aushub wurde in Form eines Berges angehäuft und so entstand ein natürlicher Sichtschutz. Mit Natursteinen befestigt und mit üppiger Stauden- und Sommerblumenbepflanzung vergrößert das so entstandene Hochbeet den Garten optisch und bietet die Möglichkeit, auch in diesem eher kleinen Garten auf eine Entdeckungsreise zu gehen. Ich mag es ja sehr gerne, wenn ein Garten nicht auf den ersten Blick zu erfassen ist.


Durch diese ungewöhnliche Gestaltung wird der Terrassenbereich gegen Einblicke von außen geschützt und auf kleinstem Raum sind außerdem verschiedene unterschiedliche Sitzplätze entstanden, die zu allen Tageszeiten zum Verweilken einladen.

Das Ehepaar Chlumsky hat mir bei meinem Besuch erzählt, dass sie sehr gerne verreisen – allerdings muss dieser Wunsch in den Sommermonaten unerfüllt bleiben, denn da hat eindeutig der Garten, den die beiden sehr lieben,  Priorität!

Ich habe mich sehr gefreut, dass die beiden mich in ihr Gartenparadies eingeladen haben, denn normalerweile öffnen sie ihren Garten nicht für Fremde. Ein ganz herzliches Dankeschön dafür!

In unserem Gespräch habe ich auch noch erfahren, dass Monika Chlumsky außer dem Garten noch ein weiteres interessantes Hobby hat: sie stellt mit großem Erfolg Porzellanpuppen her! Ihre Puppen stellen typische Charaktere aus allen Erdteilen dar und haben bei Wettbewerben auch schon zahlreiche Preise und Auszeichnungen gewonnen.
Am   18. und 19. November 2017 öffnet Monika Chlumsky ihre Werkstatt und gibt Besuchern Gelegenheit, in ihre Welt der Puppen einzutauchen (Info unter www.chlumsky.de)

Mit diesem Beitrag nehme ich teil an der Blogparade  #sonntagsglück von  Soulsister meets Friends.