Plaisir d’Automne – Federweisser und Zwiebelkuchen

Um einem Stau auszuweichen, haben wir auf der Fahrt in die Provence am vergangenen Freitag in der Pfalz die Autobahn verlassen und sind die schöne Weinstraße entlang durch malerische Dörfer und schöne Landschaften gefahren. Und an vielen Höfen haben wir einen Hinweis auf den “neuen Wein” (der in unserer Region “Federweisser” heisst) gesehen. Das hat mich auf die Idee gebracht, für unsere Freunde in der Provence Federweisser mitzubringen, denn so etwas kennt man  hier nicht.
Gedacht, getan – und so fuhren zwei kleine Kanister mit Federweisser aus der Pfalz mit uns in den Süden.

Ganz stilecht gehört zum Federweisser natürlich Zwiebelkuchen dazu – und ich muss zugeben, dass ich bisher noch nie einen selber gebacken hatte. Aber für den Apéro mit unseren provenzalischen und deutschen Freunden habe ich dann mal improvisiert und war dann doch sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Wr hatten einen richtig schönen Abend zusammen – außer den deutschen Herbst-Spezialitäten gab es natürlich auch noch etwas Provenzalisches, nämlich Baguette, selbstgemachte Aioli und Tapenade sowie Oliven. Aber unseren französischen Freunden hat das deutsche Essen (und der “Wein”) auch sehr gemundet.

Hier ist mein (zugegebenermaßen etwas improvisiertes) Rezept für Zwiebelkuchen (man kann den Teig natürlich auch selbst machen, und anstatt rohem Schinken Speckwürfel nehmen ….)


Zwiebelkuchen

Zutaten:
1,5 kg Zwiebeln
Olivenöl
3 Scheiben roher Schinken
1 Pckg. Pate Brisée (salziger Mürbeteig)
200 g Sahne
2 Eier
geriebener Käse

Zubereitung:

Den Backofen auf 160°C vorheizen.

Die Zwiebeln schälen und in Halbringe, den Schinken in kleine Stücke schneiden. Zwiebeln und Schinken in Olivenöl glasig dünsten und karamellisieren, dann zur Seite stellen und abkühen lassen.

Eine Tarte-Form mit der Pate Brisée auslegen.

Sahne mit den Eiern verquirlen mit Pfeffer und Salz würzen, etwas (eine Handvoll) geriebenen Käse darünterrühren

Die Eier-Sahne-Mischung zu den Zwiebeln geben, nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann in die Tarte-Form einfüllen. Nach Wunsch noch etwas geriebenen Käse darüber streuen.

Im vorgeheizten Backofen bei 160°C (Heissluft mit Unter- und Oberhitze) ca. 35 – 40 Minuten backen.

Ich fand den Zwiebelkuchen richtig gut, er war sehr saftig und richtig “fluffig” – den mache ich auf jeden Fall genau so wieder!

Mit diesem Beitrag nehme ich auch gerne wieder teil an der schönen Blogparade #sonntagsglück bei soulsister meets friends.

4 comments to Plaisir d’Automne – Federweisser und Zwiebelkuchen

  • Guten Morgen liebe Moni,

    ich musste jetzt auch nochmal zurückblättern zu Deinem tollen Zwiebelkuchenrezept… ja, Traude hat Recht, ich habe bei dem Bild auch gleich an die Quiche Lorraine denken müssen (sterbe ich für…seufz… )

    Den Zwiebelkuchen werde ich die Tage auch mal machen – aber sag mal, in welchem Geschäft hier in Deutschland kann ich die Packung salzigen Mürbeteig kaufen? Müsste ich vielleicht mal in dem großen REAL Supermarkt oder im “Kaufland” versuchen, die sind sehr gut sortiert…

    Ich wünsche Dir einen schönen Feiertag, ist doch herrlich, mal so ein freier Tag zwischendurch…

    Ganz liebe Grüße
    Lony

  • Oh cela a l’air délicieux. Je vais essayer merci beaucoup du partage. Tes photos donnent vraiment envie. Bises

  • traditionallerweise a=e
    kulinatrische minus t

  • Lustig liebe Monika,
    ich wusste gar nicht, dass man in Frankreich keinen “neuen Wein” kennt. Bei uns im Osten Österreichs heißt er Heuriger und wird – wie der Name schon sagt ;-) in den Heurigenlokalen bzw. “beim Heurigen” getrunken. Und zu essen gibt’s dort traditionallerweise Schmalz- und Speckbrote, Fleischlaberl (Buletten), Brettljause und andere einfache Speisen – https://www.gutekueche.at/ausgsteckt-is-heuriger-oder-buschenschank-artikel-1754 – die Nobelheurigen und Touristenheurigen bieten heutzutage aber schon Ausgefalleneres an. Die Mischung mit Zwiebelkuchen klingt für Österreicher z.B. ein bisserl ungewöhnlich, aber ich kann mir die Kombination durchaus gut vorstellen. Da Rezept erinnert mich an Quiche Lorraine, ich nehme an, da gibt es eine kulinatrische “Verwandtschaft”. Ich könnte jetzt jedenfalls gut und Gern ein Stück davon verdrücken! :-) )
    Liebste Samstagabendgrüße, Traude
    PS: Ich hab mich sehr über deine Blogbesuche bei mir gefreut!

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