Lavendelliebe 2 – Frühling in der Haute Provence

Bei unserem Besuch in der Provence an Ostern waren die Lavendelfelder um auf dem Plateau de Valensole noch richtig grau, aber trotzdem wunderschön und beeindruckend.

In diesem Jahr ist auch in der Provence und im ganzen Süden Frankreichs der Winter viel länger gewesen als sonst, es ist kühler und es regnet immer noch sehr viel. Da könnte man ja sagen das ist gut so, denn im Sommer regnet es ja dann wieder monatelang gar nicht, aber ich glaube, der viele Regen von Januar bis Mai gleicht die lange Trockenheit im Sommer dann nicht aus, sondern stresst die Pflanzen und die Natur wahrscheinlich zusätzlich. Und die Menschen die dort leben, die eigentlich ja eher Wärme und Sonne gewöhnt sind, sind vom Wetter auch ziemlich genervt.

Wir hatten dort trotzdem eine herrliche Zeit. Das Wetter war so richtig aprilmäßig, wie wir es in Deutschland kennen und so konnten wir in unserem Urlaub je nach Wetter abwechseln zwischen Ausflügen und Urlaubsaktivitäten und einfach nur mal zu Hause abhängen.

Aber egal welche Farbe oder welche Jahreszeit, das Plateau de Valensole mit seinem riesigen Lavendelfeldern begeistert mich immer.
Und damit es auch immer genügend Lavendelfelder gibt, waren die Lavendelbauern um die Osterzeit eifrig dabei, für Nachwuchs auf den Lavendelfeldern zu sorgen …

Auf dem Weg zum Einkaufen in Manosque kamen wir an einem kleinen Lavendelfeld vorbei, wo mir als erstes ein richtig schöner alter Korb ins Auge fiel. Die Szene gefiel mir gut und ich wollte sie gerne fotografieren. Glücklicherweise ist Andreas ja genauso fotobegeistert wie ich und hatte Verständnis für meinen Wunsch und hielt auch gleich an .

Da ich beim Fotografieren trotz aller Euphorie die Persönlichkeits- und Eigentumsrechte derjenigen, die ich gerne fotografieren möchte, sehr achte, habe ich vor dem ersten Foto natürlich gefragt, ob es in Ordnung ist, dass ich Bilder mache. Und meistens ist das auch überhaupt kein Problem, wenn man fragt. Ich durfte schöne Fotos machen und hatte Gelegenheit zu einem sehr netten Gespräch und habe von Malvina wieder mehr über den Lavendelanbau und auch über unsere Region gelernt. Und natürlich ist auch der Provence die Welt ein Dorf, wie sich herausstellte, haben wir einige gemeinsame Freunde und Bekannte.

Wie es mit den Stecklingen dann  weitergeht, habe ich hier berichtet ….

Nun steht unsere nächte Reise in die Provence kurz bevor und ich bin sehr gespannt, wie weit die Lavendelfelder jetzt schon sind ….

 

 

 

Herbst in der Provence – Herrliche Aussicht vom „Poteau de Telle“

Einer unserer Lieblings-Aussichtspunkte auf dem Plateau de Valensole ist der „Poteau de Telle“, an der Kreuzung der D 8 mit der D 953. Von dort hat man einerseits einen herrlichen Blick auf endlose Lavendelfelder, aber auch über das Vallée d’Asse bis hin zu den Alpen.

Am vergangenen Sontag hatten wir noch herrlichstes Spätsommerwetter und haben natürlich beim Ausflug mit unseren Freunden auch dort „Halt“ gemacht.

Ich wünsche Euch eine schöne erste Oktoberwoche!



Herbst in den Lavendelfeldern der Haute Provence

Der Herbst kam dieses Jahr praktisch über Nacht … auch in der Provence! Es ist überall schon richtig herbstlich und morgens und abends wird es auch recht kühl. Aber glücklicherweise herrschen tagsüber noch spätsommerliche Temperaturen, so dass unser Ausflug am Sonntag auf das Plateau d’Entrevennes und in die Lavendelfelder richtig schön war.

Wir waren mit lieben Freunden aus Deutschland unterwegs, und konnten ihnen einige der Orte zeigen, die wir selbst in diesem Jahr erst kennen gelernt haben und an die wir immer wieder sehr gerne zurückkehren.

Entrevennes ist ein malerisches, kleines Dorf mit 160 Einwohnern, das auf einem Hügel fernab der großen Straßen liegt und das umgeben ist von endlosen Lavendelfeldern. Der pittoreske Ortskern und der herrliche Fernblick haben uns total begeistert.
Gleich am Dorfeingang (die D 101 von Saint-Julien-d’Asse kommend) liegt das einzige Lokal des Dorfes „Entre nous„.
Hier ist auch der Treffpunkt für die Dorfbewohner – alt und jung –  und man bekommt sogar außerhalb der normalen Essensszeiten eine richtig leckere frische Pizza serviert.

Wir kamen diesmal aber von der anderen Seite, aus Oraison, und fuhren nach dem Essen weiter in Richtung Osten. Oben auf dem Plateau hat man von der Kapelle „Notre Dame de Santé“ aus einen phantastischen Blick aufs Dorf, aber auch zum Mont Ventoux und  Montagne de Lure. Hier bei dieser Kapelle haben wir im Juni unser Frühstücks-Photo-Shooting gemacht. Diesmal hatten wir allerdings nichts zum Picknicken dabei – aber das war auch nicht nötig, denn wir hatten ja ja gerade erst mit der leckeren Pizza gestärkt.

Ein kleines Stück weiter  in Richtung Saint-Julien-d’Asse haben wir noch einmal Halt gemacht am „Cabanon des Lavandins“ – auch hier gibt’s für Foto-und Naturbegeisterte viel zu sehen und zu entdecken…

Die viele (ungewohnte) Frischluft und das herrliche Spätsommerwetter haben uns müde gemacht – nach einer kurzen Kaffeepause in La Begude einem Besuch in einem Kürbishof wollten wir dann nur noch „nach Hause“ 🙂