Lavender Love – Lavendelliebe

Ende März, Anfang April – das ist die Jahreszeit, in der in der Haute Provence dafür gesorgt wird, dass es auch in Zukunft wieder neue, riesige Lavendelfelder geben wird.

Im vergangenen Jahr waren wir genau zu diesem Zeitpunkt in Valensole und hatten Gelegenheit, beim Stecken der Lavendelstecklinge dabei zu sein  – eine sehr interessante und schöne Erfahrung.

Das Vermehren des Lavendels ist weitgehend Handarbeit. Lediglich zum Vorbereiten  der Felder werden Maschinen eingesetzt. Das eigentliche Stecken erfolgt in kleinen Gruppen, oft helfen Familienangehörige und Freunde(innen) mit, denn es wird jede Hand gebraucht.

In Valensole sind die Felder zur Stecklingsvermehrung unten im Tal, wo ein Bach fließt, der zur Bewässerung der kleinen Stecklinge benötigt wrid. Die Boden wird vorbereitet, eine Bewässerung verlegt und darauf kommen lange Bahnen aus schwarzer Plastikfolie, in die schon kleine Löcher zum Einstecken der kleinen Zweige eingestanzt sind. So können vier Reihen parallel gesteckt werden.

Für die Stecklinge werden von den Mutterpflanzen am Feldrand ca. 15 cm lange Zweige abgeschnitten und zu dicken Bündeln zusammengebunden. Dann nimmt sich jeder Helfer ein Bündel vor und das Stecken beginnt. Ich durfte es auch einmal probieren und es hat mir großen Spaß gemacht.

Die Fotos sind auf den Feldern der Familien Gradian und Fayet entstanden, die u.a. ganz wunderbares Lavendelöl produzieren. Die Destillerie von Richard Gradian, die als eine von Wenigen in der Region noch ganz nach traditioneller Art arbeitet, kann man während des Lavendelfestes (immer am 3. Sonntag im Juli) besuchen.

Während die Gradians ihr Feld etwas außerhalb des Dorfes haben, liegt das von Guillaume Fayet fast noch im Dorf, direkt unterhalb des Chateau du Grand Jardin.

Der Lavendel braucht ca. 4 – 5 Monate, bis er gut angewurzelt ist. Teilweise kommen die kleinen Pflanzen sogar im gleichen Sommer noch zu einer (mageren) Blüte. Wir haben das Feld von Cathy Gradian im vergangenen Juli während des Lavendelfestes kurz besucht und waren erstaunt, wie groß “unsere” Stecklinge in der kurzen Zeit schon geworden sind.

Im Dezember/ Januar ist es dann soweit, dass die neuen Pflanzen oben auf den Feldern ausgepflanzt werden können. Das konnten wir bei unserem letzten Besuch zwischen den Jahren beobachten.

Und jetzt freue ich mich schon sehr auf Ende Juni, wenn der Lavendel auf dem Plateau de Valensole wieder in voller Blüte steht!

Auch bei Sylvaine (La Fleur Bleue) gibt es tolle Lavendelprodukte zu kaufen und zusätzlich führt sie noch vor, wie der Lavendel früher von Hand geerntet wurde.

Mit diesem Beitrag nehme ich auch heute wieder teil an der Blogparade #sonntagsglück von Soulsister meets friends.


Sommer, Sonne & Provence

Als wir 2010 dem nasskalten deutschen Sommer für ein paar Tage entkommen wollten, sind wir eher zufällig im Chateau du Grand Jardin in Valensole gelandet. Hier habe ich über diesen zauberhaften, unverhofften Urlaub, der unser Leben anschließend ziemlich verändert hat, berichtet. Seitdem sind wir regelmäßig in Valensole, und wenn wir auch nicht mehr im Chateau übernachten, so kommen wir doch immer wieder gerne dort hin und statten der Familie Glory einen Besuch ab.

Mich erinnert das Chateau immer ein bißchen an meinen Lieblingsfilm “Ein gutes Jahr”, meint Ihr nicht auch? Das liegt wahrschinlich daran, dass die meisten provenzialischen Herrenhäuser ähnlich angelegt sind: vor dem Haus ist meist eine höher gelegene Terrasse und darunter der Garten oder Lavendelfelder oder Weinberge …. Ich finde es total schön!

Bei dem derzeitigen Schmuddelwetter habe ich ganz große Sehnsucht nach Sommer, Sonne und Provence … – und da das noch ein bißchen dauert, müssen im Augenblick die Erinnerungen und meine Fotos helfen, diese Sehnsucht zu stillen. ;)

Mit diesem Beitrag nehme ich auch heute wieder teil an der Blogparade #sonntagsglück von Soulsister meets friends.


Summer – Sommer in Puimoisson

Als Kontrastprogramm zum derzeit tief verschneiten Wiesbaden möchte ich Euch heute einladen zu einem hochsommerlichen Besuch in Puimoisson, einem malerischen Dorf auf dem Plateau de Valensole.

Wir waren im vergangenen Juli dort, ich erinnere mich noch genau an diesen schönen Tag, es war glühend heiss und wir hatten vorher ein Fotoshooting in den blühenden Lavendelfeldern gemacht. Da tat die Erfrischung auf der Terrasse  des malerischen “Café des Arts” auf dem Marktplatz total gut.

Das ganze Dorf ist liebevoll dekoriert und an jeder Ecke findet man malerische Stilleben. Und beim Zusammenstellen der Fotos ist mir aufgefallen, dass hier wohl ganz viele Menschen die Farbe “blau” lieben, was ja auch perfekt zu dem fast immer blauen Himmel der Haute Provence passt! ;)

Puimoisson liegt hoch oben auf dem Plateau de Valensole und man hat von dort aus eine herrliche Aussicht auf Lavendelfelder und die Berge der Verdon-Schlucht.

Am Abend haben wir dann aus dem Fernsehen erfahren, dass die hohe Rauchwolke auf der obigen Collage von dem in 40 km (Luftlinie) entfernten heftigen Waldbrand bei Correns stammte.

Dass eine meiner Instagram-Freundinnen zeitweise in Puimoisson lebt, wusste ich – aber erst im Nachhinein haben wir dann gemeinsam festgestellt, dass wir bei unserem Spaziergang direkt an ihrem Haus vorbeigekommen sind und sie auch zu Hause war. So müssen wir unser “reales” Kennenleren auf einen späteren  Zeitpunkt verschieben.

Dieser Beitrag ist heute ganz besonders für Cintia und Michele, die beide Puimoisson sehr lieben und häufig große Sehnsucht nach desem schönen Dörfchen haben.
Cintia et Michele, j’espère que vous avez bien profité de cette petite balade dans votre village préferé!