Pumpkin-Dinner 2016

Vor ein paar Tagen war es wieder soweit: meine Freundinnen und ich haben den Herbst mit unserem mittlerweile schon traditionellen “Pumpkin-Dinner” standesgemäß verabschiedet. Seit 2004 treffen wir uns jedes Jahr (mit einer einzigen Ausnahme) bei mir und ich koche ein Menü, in dem Kürbis eine große, und oft auch die Hauptrolle spielt.

Mit einer Kürbissuppe hatte es damals angefangen und die gehört auch in jedem Jahr dazu – allerdings habe ich im Laufe der Jahre das Rezept immer wieder einmal variiert. Im Grunde orientiert sie sich aber jedes Mal am Grundrezept. Durch die Verwendung einer anderen Kürbissorte oder von Sahne statt Frischkäse und verschiedene Kräuter wird die Suppe immer wieder ein bißchen anders.

Mit der Planung unseres diesjährigen Pumpkin-Dinner habe ich schon im September angefangen, denn bevor ich den Termin vorschlage, will ich immer wenigstens schon eine grobe Vorstellung vom Menu haben. Und ich bin auch immer auf der Suche nach etwas Neuem und/ oder Besonderem, was nach mittlerweile 13 Jahren nicht mehr so einfach ist.

Bei meiner Recherche bin ich auf dem Blog “Lisbeths Cupcakes” auf das Kürbis-Kochbuch der Foodstylistin Carina Seppelt aufmerksam geworden. Lisbeth alias Karin hat dort so begeistert von der Autorin und ihrem Buch geschrieben, dass ich neugierig wurde ….
Der Thorbecke-Verlag hat mir  auf Anfrage freundlicherweise ein Rezensionsexemplar des Buches “Endlich Kürbiszeit!” zu Verfügung gestellt und so konnte ich vor unserem Dinner bereits einige leckere Rezepte ausprobieren.

So habe ich im Urlaub in der Provence dann meine allerersten Gnocchi selbstgemacht, das Rezept war viel einfacher als ich dachte. Ich liebe Gnocchi, aber hatte sie bisher immer nur im Restaurant gegessen (oder mal eine Fertigpackung gekauft). Sie haben super geschmeckt und lassen sich auch sehr gut vorbereiten und einfrieren.

Außerdem hatte ich im Urlaub noch die  Kürbis-Muffins mit weißer Schokolade gebacken, die nach 2- 3 Tagen ihr volles Aroma entfaltet haben und dann so richtig lecker waren. Da es allerdings ein sehr üppiges Rezept ist (2 Tafeln weiße Schokolade für 12 Muffins!) und außer mir hier im Haushalt leider niemand Muffins mag, werde ich es so schnell wohl nicht mehr machen.

Vor ein paar Tagen hat dann endlich unser “Pumpkin-Dinner” stattgefunden und es gab das folgende Menu:

Amuse Gueule mit Kürbis und Foie Gras, dazu ein Clarete de Die

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Kürbissüppchen mit gerösteten Kürbiskernen

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Kartoffel-Kürbis-Gnocchi in Salbeibutter

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Kürbis-Tiramisu
Pumpkin Cheesecake mit Karamel-Sauce
Kürbis-Parfait-Pralinen

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Espresso

Die Kürbis-Parfait-Pralinen habe ich ebenfalls nach einem  Rezept aus dem Buch “Endlich Kürbiszeit!” gemacht. Sie schmeckten richtig schön säuerlich frisch und waren eine perfekte Ergänzung meines Café Gourmand.

Ich habe mir in den letzten Jahren auf der Suche nach Rezepten einige Kürbis-Kochbücher angesehen, aber ich muss sagen, dass mich dieses hier am meisten begeistert hat. Vermutlich weil es auch meiner Art zu kochen am Nächsten kommt und nicht nur 08/15-Rezepte enthält. Natürlich sind auch Rezepte für Kürbissuppe darin enthalten, aber mich haben die Gnocchi und das Kürbis-Parfait total begeistert. Was ich mit Sicherheit noch ausprobieren werde, sind die Kürbis-Ravioli, das Kürbis-Hummus und der Kartoffel-Kürbis-Gratin.
Die anderen Rezepte aus dem Buch klingen auch superlecker, wie z.B. Kürbis-Lasagne, Kürbis-Risotto oder Ofenkürbis mit Rosmarin ….


Endlich Kürbiszeit!
Carina Seppelt
Thorbecke-Verlag
ISBN 978-3-7995-0674-8


Ein letztes Stück vom Muscat de Provence-Kürbis wartet nun noch im Kühlschrank auf seine Verarbeitung, mal sehen, was ich draus mache …

Eigentlich wäre ja nun der Zeitpunkt, um sich auf Weihnachten vorzubereiten, aber bei den derzeitigen warmen Temperaturen kommt irgendwie noch keine Weihnachtsstimmung bei mir auf …

Liebe Mädels, schön war’s wieder mit Euch und ich freue mich schon auf den nächsten Herbst! Ideen für das Menü habe ich nun schon einige … ;)

#wiesbadenbloggt

Pumpkin-Paella – Kürbis-Paella

Bevor es auch hier auf dem Blog in der nächsten Zeit weihnachtlich zugehen wird, werden dem Herbst, zumindest kulinarisch, noch einmal alle Ehren zuteil.

Seit Jahren schon wollte ich mal wieder eine Paella machen, und da von unserem traditionellen Pumpkin-Dinner (Bericht folgt!)  vor einigen Tagen noch ein halber Kürbis im Kühlschrank auf seine Verarbeitung wartete, gab es eine Herbst-Paella.

Zuerst war ich etwas skeptisch, denn Kürbis und Räucherlachs sind ja normalerweise nicht die üblichen Paella-Zutaten, aber das Ergebnis hat wirklich toll geschmeckt.

Falls Ihr Lust bekommen habt, auch selber einmal eine Paella zu machen (die viel einfacher geht, als man glaubt), habe ich Euch hier mein Rezept aufgeschrieben:

Paella

Zutaten:

Putenbrust
1  Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
Kürbisfleisch (ich hatte einen Muscat de Provence)
Paprika
Erbsen
Olivenöl
geräucherter Lachs
Party-Garnelen
Hühner- oder Gemüsebrühe
Reis (ich hatte heute Paella-Reis, habe früher aber auch schon Milchreis genommen)
Salz
Paella-Würzmischung oder Safran

Zubereitung:

Den Kürbis schälen und in kleine Stücke schneiden.
Die Paprika waschen und kleinschneiden.

Die Putenbrust in Streifen schneiden und in einer Paella-Pfanne in Olivenöl goldbraun anbraten, dann beiseite stellen.

Zwiebeln und Knoblauch fein hacken und in der Paella-Pfanne kurz anbraten, dann den Kürbis und die Paprikastücke dazugeben und anbraten. Das Putenfleisch wieder dazugeben und die Pfanne mit der Hühnerbrühe auffüllen -  Tassen abmessen! -  Reis dazugeben, und zwar 1 Tasse Reis auf 2 Tassen Brühe Eine halbe Tasse Brühe zusätzlich dazugeben. Mit Salz und Paella-Gewürz (oder Safran) würzen.

Die Erbsen und den kleingeschnittenen Räucherlachs dazugeben, leicht unterrühren. Die Paella mit den Garnelen garnieren und nun 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Nicht mehr umrühren. Darauf achten, dass die Paella überall gleichmäßig gart.

Dann die Paella-Pfanne von der Herdplatte nehmen, mit einem Geschirrtuch und darauf  mit Zeitungspapier abdecken. Ca. 10-15 Minuten ruhen lassen und dann servieren.

Das Original-Rezept (ohne Kürbis, aber dafür mit Meeresfrüchten) stammt aus dem spanischen Kochbuch “La cocina de todos los dias”, das ich 1989 in San Sebastián gekauft habe.

#wiesbadenbloggt

Autumn – Herbst in Provence – Eine genussvolle Begegnung

Dass wir Trüffel lieben, war hier auf dem Blog schon häufiger zu lesen. Wir haben normalerweise das große Glück, dass wir in unserem Dorf in der Provence sehr gute Trüffel zu bezahlbaren Preisen bekommen können. Normalerweise!!! Aber voraussichtlich nicht in einem Jahr wie diesem, wo es ausgerechnet zu den wichtigen Zeiten nicht geregnet hat!

Da kam es gerade recht, dass ich bei Instagram entdeckt habe, dass “La Fabrique de Provence” Trüffelöl aus Valensole im Angebot hat – wir lieben das sehr würzige Olivenöl von dort und wir lieben die Trüffel aus der Region – das klang doch nach einer perfekten Symbiose!

Leider waren verschiedene Versuche der Kontaktaufnahme nicht erfolgreich – aber an einem Tag waren wir zeitgleich online und ich konnte endlich die Frage klären, wo wir dieses Öl kaufen könnten! “venez nous chercher”  – kommen Sie uns besuchen (aber frei übersetzt auch “kommen Sie uns suchen”, denn das traf es eher ;) ) mit der Angabe einer (sehr langen) Straße ohne Hausnummer.

Wir fuhren gleich los und klapperten die genannte Straße von Anfang an ab. Etwas außerhalb des Dorfes wurden wir fündig – hier parkte auch der restaurierte Citroen der “Fabrique de Provence”, den wir im Sommer häufig in den Lavendelfeldern gesehen hatten.

Einmal angekommen, war alles gut! Wir haben das Trüffelöl probiert und es war sofort klar, dass es mit musste! Und dann haben wir uns gaaaaanz lange mit Jean-Philippe und Valerie unterhalten, über gutes Essen und über Genuss, aber auch über das Wohnen und Ankommen in einem provenzialischen Dorf, wenn man aus dem hohen Norden kommt …. Es war eine sehr schöne und inspirierende Begegnung!

Mittlerweile ist das Trüffelöl fast schon aufgebraucht, es schmeckt so lecker, dass wir es eigentlich bisher nur mit frischem Baguette gegessen haben. Aber auch mit frischen Kartoffeln, so der Tipp von Valerie, soll es supergut schmecken und im Salat und und und….! Auf jeden Fall werden wir bei unserem nächsten Aufenthalt in Valensole (der hoffentlich nicht mehr sooo lange auf sich warten lässt) wieder Trüffelöl kaufen und dann genießen! ( … und so ein klein wenig Hoffnung habe ich doch noch, dass es vielleicht auch in diesem Winter ein paar richtige  Trüffel für uns gibt!)

#wiesbadenbloggt