Moments de Bonheur – Sant‘ Anna am Lago Maggiore

Vor Jahrzehnten war ich mit meinen Eltern auf der Rückreise unseres Urlaubs an der Cote d’Azur noch für ein paar Tage am Lago Maggiore und dieser Aufenthalt hat mich so beeindruckt, dass ich über Jahre immer wieder davon erzählt und geträumt habe, wieder einmal dorthin zu reisen.
Aber schon damals war die lange Fahrt durch den Sankt-Gotthardt-Tunnel für mich der reine Horror und das war auch der Grund dafür, dass ich über 30 Jahre warten musste, um wieder einmal dorthin zu kommen.

Weil eine Tunnelfahrt für mich also absolut nicht in Frage kam, hatte Andreas irgendwann die „rettende Idee“: da von Frühjahr bis Herbst die Alpenpässe geöffnet sind, planten wir im September 2015 unsere Rückfahrt vom Provence-Urlaub über die Alpen durch Italien und die Schweiz ein und machten für drei Tage in Cannobio am Lago Maggiore Station!

Es war einfach herrlich dort und ich habe sogar einiges wieder erkannt! Und wir haben beide beschlossen, dass das mit Sicherheit nicht unser letzter Aufenthalt dort sein würde, denn Andreas hat es genau so gut gefallen wie mir!

Ein Ort, der mich damals, beim Urlaub mit meinen Eltern, ganz besonders beeindruckt hatte und an den ich immer und immer wieder denken musste, war eine kleine Kirche auf einem Felsen hoch über einem Bach und in der Nähe eines kleinen Wasserfalles.
Hinter der Kirche war ein kleines Gasthaus, in dem wir  von einer alten Frau die allerbesten Spaghetti „alio olio“ serviert bekamen, die ich je gegessen habe! Denn als wir damals dort waren, hatte das Gasthaus eigentlich schon geschlossen und sie hat dann extra für uns Nudeln gekocht.
Ich erinnere mich noch gut an den Lärm des tosenden Wasserfalls und an den Duft der Glyzinen auf der Terrasse …..

Von diesem Ort habe ich immer wieder geträumt und wollte so gerne noch einmal dorthin zurück. Aber ich wusste weder, wo das genau war, noch, wie die Stelle überhaupt hies…..  Nur, dass wir damals in Cannobio auf dem Campingplatz waren und die Orte Santa Agata und Santa Anna besucht hatten.
Nachdem dann klar war, dass wir an den Lago Maggiore fahren würden, habe ich natürlich recherchiert und tatsächlich eine Kapelle namens Sant‘ Anna gefunden – ich war mir allerdings nicht sicher, ob das wirklich der von mir gesuchte Ort war….

Aber ich hatte ganz großes Glück!!!! Gleich beim ersten Ausflug kamen wir – und viel näher bei Cannobio als ich es damals empfunden hatte – zu der Kirche, die mir über so viele Jahre nicht aus dem Kopf ging!
Und es sah auch noch alles (fast) so aus wie damals …. es gab sogar noch ein Restaurant – jetzt nicht mehr so einfach wie damals, auch viel gestylter und natürlich auch hochpreisiger – aber diese besondere Athmosphäre von damals war noch zu spüren.

Und auch diesmal haben wir wieder dort gegessen.  Die Spaghetti gab es diesmal mit Trüffeln anstatt mit Knoblauchöl aber es war wieder einfach köstlich! Vielleicht ist es auch einfach die Magie dieses Ortes?

Mittlerweile verschmelzen meine Erinnerungen der beiden Aufenthalte in Santa Anna  – aber meine Sehnsucht nach diesem wunderschönen, friedlichen Ort ist geblieben! Von dem ersten Besuch damals habe ich nur ein einziges Foto – zufällig ist meine Mutter vor ein paar Tagen darüber gestolpert und hat es mir gegeben.

Und auch der kleine See unterhalb der Kirche hatte auf mich noch die gleiche Wirkung wie damals, als ich mit meinen Eltern dort war!

Könnt Ihr Euch vorstellen, was für ein wunderschönes Gefühl das war und ist, einen Ort, von dem man jahrzehntelang träumt und der unerreichbar scheint, wieder zu sehen zu können und festzustellen, dass sich dort zwar auch viel verändert hat, aber der Zauber immer noch da ist?! Es war einfach traumhaft, ein richtiger „Moment de bonheur“ …

Mit diesem Beitrag nehme ich gerne wieder teil an der schönen Blogparade #sonntagsglück bei Soulsister meets friends und bedanke mich ganz herzlich bei Katrin für diese tolle Aktion!

Kürbiszeit – Kartoffel-Kürbis-Gnocchi

Herbstzeit ist Kürbiszeit – und es gibt sooo viele tolle Rezepte! Ich bin momentan dabei, das jährliche Pumpkin-Dinner mit meinen Freundinnen zu planen und beim Aussuchen der Rezepte bin ich wieder über diese superleckeren Kartoffel-Kürbis-Gnocchi gestolpert. Die gab es zwar schon beim Pumpkin-Dinner 2016, aber bisher habe ich das Rezept noch nicht gepostet.

Kartoffel-Kürbis-Gnocchi *)

Zutaten:
300 g Kartoffeln
500 g Kürbis
Salz
300 g Mehl
4 EL Speisestärke
2 Eigelb
Pfeffer
Muskat
Butter oder Olivenöl
Parmesan

Zubereitung:
Kartoffeln schälen und würfeln, den Kürbis schälen (falls kein Hokkaido), entkernen und würfeln. Die Kartoffeln und den Kürbis in Salzwasser gar kochen, durch ein Sieb abgießen und zurück in den Topf geben. Ausdampfen lassen, dann mit dem Kartoffelstampfer ganz fein zerkleinern oder durch eine Kartoffelpresse drücken.

Mehl, Speisestärke, Eigelbe und Gewürze dazugeben und alles zu einem formbaren Teig kneten (falls der Teig zu dünn ist, noch etwas Mehl oder Speisestärke dazugeben)

Aus dem Teig kleine Kugeln von ca. 2 cm Durchmesser formen. Die Kugeln mit einer Gabel leicht eindrücken, so dass die typische Gnocchi-Form entsteht.


Die Gnocchi in kleinen Mengen (sonst kleben sie aneinander fest) in einem großen Topf mit kochendem Salzwasser garen. Die Gnocchi sind gar, wenn sie an der Wasseroberfläche schwimmen.

Eine Schüssel mit kaltem Wasser bereitstellen. Die Gnocchi mit einem Schaumlöffel aus dem Topf nehmen und in dem kalten Wasser abschrecken, dann in einem Sieb abtropfen lassen.

Die Gnocchi in Butter oder Olivenöl ca. 5 Minuten unter gelegentlichem Schwenken anbraten. Nach Geschmack Salbei oder Rosmarin zur Butter/ Öl dazugeben.  Die Gnocchi mit Salz und Pfeffer würzen, evt. mit Parmesan bestreuen.

Viele weitere tolle Kürbisrezepte (und viele andere mehr) habe ich hier gesammelt.

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*) Die Anregung zu diesem Rezept stammt aus dem schönen Kochbuch „Endlich Kürbiszeit!“, das mir der Thorbecke-Verlag im vergangenen Jahr freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Herbstzeit in der Provence – Kürbiszeit

Unser Urlaub in der Provence ist gerade erst einmal drei Wochen her, aber mir kommt es schon vor wie eine Ewigkeit! Da ist  es wirklich gut, dass wir immer sehr viel fotografieren, denn damit kann ich die schöne Zeit dort – zumindest virtuell – wieder zurückholen!

Dieses Mal war es dort auch im September schon sehr herbstlich und unser Besuch auf dem Kürbishof in La Bégude (bei Bras d’Asse) passte da perfekt!

Einige der kleinen Kürbisse schmücken jetzt unseren Esstisch zu Hause in Wiesbaden – und von den größeren gab es noch in der Provence die erste Kürbissuppe der Saison.